Abtreibung ist Frauenrecht – bei Pro Life, da wird uns schlecht!

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Kein Werben fürs Sterben

Rede von Riley Pätzold

Einleitung / Eröffnung

Guten Tag, alle,

Vielen Dank, das ihr euch heute zahlreich hier beteiligt. Aber warum sind wir heute hier?
Wir wollen Kritik an der Bundeswehr üben und Nachteile am Kriegsdienst beleuchten. Gestern war der Kriegsdienstverweigerungstag.

Kurz zum Ablauf unserer Kundgebung:
Als erstes werden wir Redebeiträgen lauschen, danach wird es eine kurze musikalische Unterbrechung geben, gefolgt von weiteren Redebeiträgen.

Eventuell, wenn es die Zeit zulässt bieten wir ein offenes Mikrofon an.

Rileys Rede: Queer und jung in der Bundeswehr

Bis ins Jahr 2000 wurden in der Bundeswehr aktiv homosexuelle Menschen ausgeschlossen, weil sie als Sicherheitsrisiko galten. Menschen, die andere Menschen lieben, galten als Sicherheitsrisiko. Noch heute gibt es zahlreiche Vorfälle, das queere Soldat*innen aktiv diskriminiert werden. Sie werden ausgegrenzt, müssen länger auf Aufstiege warten oder härter arbeiten. Oder Queere werden gar nicht erst eingestellt Sie werden ganz genau beobachtet, das kleinste Problemchen wird groß gemacht, aber Neo- Nazi- Netzwerke, die Tausende Waffen und Waffenteile gestohlen haben werden ignoriert.

Aber nicht nur Queere müssen unter der Bundeswehr leiden. Auch junge Menschen müssen Einschnitte hinnehmen.

Bis 2011 mussten alle Männer sich einem Zwangsdienst unterziehen, nachdem sie eine genaue Begutachtung ihres Körpers inklusive sehr privater Fragen hinnehmen mussten. Alle mussten dies, ob sie wollten oder nicht. Seit 2011 wird das Thema immer wieder angeheizt, vor allem aus der konserativen, rechten und rechtsextremen Ecke des Bundestages. Auch ich musste schon von älteren Menschen Sätze wie: (Zitat: Wie verweichlicht ist die Jugend von heute) oder (Zitat: Diese Weicheier sollen mal unsere Rente finanzieren) hören. Dabei ist die aktuelle Generation diejenige, die die meisten Krisen miterlebt hat. Von Corona bis zum Angriffskrieg in Europa. Studien zeigen einen Höchststand an psychischen Erkrankungen bei jungen Menschen!

Ein Zwangsdienst bei der Bundeswehr hilft nicht gerade. Wenn wir uns mit Betroffenen austauschen, müssen wir häufig Berichte über psychische Gewalt hören. Es werden nicht alle das so erleben. Aber in eine heutige Gesellschaft passt keine identische Ausbildung für alle. Nicht umsonst gibt es nach der Schule viele Wege: Studium und Ausbildung in verschiendensten Formen und Farben, duale, schulische, praktische Formen.

Genau da wollen und müssen die Menschen hin. Es hilft nicht, alle erstmal in eine soldatische Grundausbildung zu schicken. Verpflichtende Gesellschaftsjahre sind auch keine Alternativen. Einerseits sind selbst die durchführenden Stellen wie Krankenhäuser und Pflegeanbietende gegen ein Geselschaftsjahr, wir, die jungen Menschen sind auch dagegen! Krankenhäuser und Pflegeanbietende betonen selbst, das sie mit der Flut an nicht ausgebilteten, frisch die Schule verlassenden Menschen nicht viel anfangen kann. Ebenso müssen andere Betriebe und Firmen ein Jahr länger auf Auzubildene warten, die eigentlich sehr dringend gebraucht werden.

Zwang führt zusätzlich zu Problemen. Wenn jemand zu etwas gezwungen wird und die eigene Entscheidungsfähigkeit übergangen wird, führt dies zu Unmut! Ich würde mit viel weniger Freude aufstehen, viel unmotivierter mich gezwungendermaßen zum Dienst bewegen. Vom langsamen Arbeiten und langen Toilettenzeiten mal ganz abgesehen. Meine Ärztin würde sich ebenso über häufigere Besuche freuen.

Wie mir geht es auch vielen anderen Menschen! Wir als Gesellschaft sollten viel weiter sein, als Menschen zu etwas zu zwingen. Wir könnten uns dafür einsetzen, das wir die Bundeswehr nicht brauchen.

Bundeswehr? NEIN DANKE!

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